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Studienbeihilfe
Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien, österreichweit

Studium von österreichischen StaatsbürgerInnen oder gleichgestellten AusländerInnen und Staatenlosen an

  • österreichischen Universitäten und Universitäten der Künste
  • einer in Österreich gelegenen theologischen Lehranstalt
  • österreichischen Fachhochschul-Studiengängen
  • österreichischen öffentlichen oder anerkannten privaten Pädagogischen Hochschulen
  • medizinisch-technischen Akademien und Hebammenakademien
  • unter bestimmten Voraussetzungen: Bildungseinrichtungen, die nach dem Universitäts-Akkreditierungsgesetz als Privatuniversitäten akkreditiert sind, sowie Südtiroler Fachhochschulen und Universitäten. Voraussetzung dafür ist, dass es sich aus der dafür erforderlichen Verordnung des zuständigen Bundesministers ergibt.

Hinweis: Für Studien bzw. Ausbildungen an sonstigen Bildungseinrichtungen oder Universitätslehrgänge besteht kein Anspruch auf Studienbeihilfe.

österreichische StaatsbürgerInnen sowie „gleichgestellte AusländerInnen und Staatenlose“ (das sind EWR-BürgerInnen, Drittstaatsangehörige, Staatenlose und Konventionsflüchtlinge, wenn sie spezielle Voraussetzungen erfüllen und folgende Fördergründe auf sie zutreffen:

  • ordentliche Studierende an österreichischen Universitäten und Universitäten der Künste
  • Studierende an einer in Österreich gelegenen theologischen Lehranstalt
  • ordentlich Studierende an österreichischen Fachhochschul-Studiengängen
  • ordentliche Studierende an österreichischen öffentlichen oder anerkannten privaten Pädagogischen Hochschulen
  • Studierende an medizinisch-technischen Akademien und an Hebammenakademien
  • Unter bestimmten Voraussetzungen: Studierende an Bildungseinrichtungen, die nach dem Universitäts-Akkreditierungsgesetz als Privatuniversitäten akkreditiert sind, sowie Studierende an Südtiroler Fachhochschulen und Universitäten. Voraussetzung dafür ist, dass es sich aus der dafür erforderlichen Verordnung des zuständigen Bundesministers ergibt.

Hinweis: Für Studien bzw. Ausbildungen an sonstigen Bildungseinrichtungen, für außerordentliche Studierende und für TeilnehmerInnen an einem Universitätslehrgang besteht kein Anspruch auf Studienbeihilfe.

Die/der Studierende...

  • muss sozial förderungswürdig sein (Bestimmungsfaktoren sind Einkommen, Familienstand und -größe)
  • muss einen günstigen Studienerfolg nachweisen: Für das erste oder die ersten beiden Studiensemester ist die Aufnahme als ordentlicher Studierender nachzuweisen. Spätestens bis zum Ende der Antragsfrist für das dritte Semester (zweite Ausbildungsjahr) müssen Studienerfolgsnachweise vorgelegt werden
  • darf die zur Ablegung einer Diplomprüfung oder die insgesamt vorgesehene Studienzeit nicht mehr als ein Semester überschritten haben (Ausnahme: Krankheit, Schwangerschaft, Pflege und Erziehung eines Kindes in den ersten sechs Lebensjahren, Behinderung, Präsenz- oder Zivildienst bzw. Dienste nach dem Freiwilligengesetz oder in einem unvorhergesehenen oder unabwendbaren Ereignis, das der Studierende nicht selbst verursacht hat und das den Studienerfolg nachweislich beeinträchtigt hat). Unter bestimmten Voraussetzungen (Auslandsstudium, überdurchschnittlich aufwendige Diplomarbeit oder Dissertation, aussergewöhnliche Studienbelastung) kann auf Ansuchen Studienbeihilfe für ein weiteres Semester bewilligt werden
  • muss das jeweilige Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen haben (Ausnahmeregelung für SelbsterhalterInnen, Studierende mit Kindern und behinderte Studierende sowie bei Aufnahme eines Masterstudiums)
  • darf noch keine gleichwertige Ausbildung im In- oder Ausland absolviert haben. Ausnahmen bestehen für Kurzstudien und Doktorats- sowie Masterstudien
  • darf das Studium nicht mehr als zweimal gewechselt haben. Ein Studienwechsel nach Absolvierung von mehr als zwei Studiensemestern (einem Ausbildungsjahr) führt zu einem vorübergehenden Anspruchsverlust, außer es wurde die gesamte Studienzeit des vor dem Studienwechsel betriebenen Studiums angerechnet
  • muss die erste Diplomprüfung (das erste Rigorosum) innerhalb der doppelten vorgesehenen Studienzeit zuzüglich eines Semesters absolviert haben
  • muss die besonderen Regelungen für ein Doktorats- bzw. Masterstudium einhalten
  • muss im Falle eines Studienwechsels einen günstigen Studienerfolg aus dem Vorstudium nachweisen
  • muss unter der Zuverdienstgrenze sein, welche grundsätzlich 10.000,00 EUR jährlich beträgt. Diese kann sich erhöhen, wenn für eigene Kinder Unterhalt geleistet wird (um mindestens 3.000,00 EUR je Kind).

Studienbeihilfe

Die Höhe der monatlichen Studienbeihilfe ist abhängig vom Einkommen, dem Familienstand und der Familiengröße und wird wie folgt berechnet:

monatliche Studienbeihilfe = (jährliche Höchststudienbeihilfe – Verminderungen) x 1,12 : 12

Die Auszahlung erfolgt zwölf mal im Studienjahr. Die Zuerkennung erfolgt im Wintersemester ab September und im Sommersemester ab März.

Die niedrigste monatliche Studienbeihilfe liegt bei 5,00 EUR. Die jährliche Höchststudienbeihilfe beträgt 8.580,00 EUR, also 715,00 EUR pro Monat.

Die maximal erreichbare monatliche Studienbeihilfe (inklusive Erhöhungszuschlag) beträgt für:

  • Studierende, die am Studienort wohnen müssen, weil die tägliche Fahrt vom Wohnsitz der Eltern zum Studienort und zurück zeitlich nicht zumutbar ist und am Studienort amtlich gemeldet sind (Haupt- oder Nebenwohnsitz): 715,00 EUR
  • Studierende, die das 24. Lebensjahr vollendet haben
  • Studierende, deren Eltern verstorben sind (Vollwaisen): 715,00 EUR
  • Studierende, die sich vor der ersten Zuerkennung einer Studienbeihilfe wenigstens vier Jahre durch eigene Einkünfte zur Gänze selbst erhalten haben (siehe auch Info Studienbeihilfe - siehe SelbsterhalterInnen-Stipendium): 715,00 EUR
  • verheiratete Studierende bzw.der Studierende in eingetragenen Partnerschaften: 715,00 EUR
  • Studierende, die zur Pflege und Erziehung mindestens eines Kindes gesetzlich verpflichtet sind: 715,00 EUR
  • Studierende, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, erhalten einen monatlichen Erhöhungszuschlag in Höhe von 20,00 EUR. Studierende, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, erhalten einen weiteren monatlichen Erhöhungszuschlag in Höhe von 20,00 EUR.
  • Für behinderte Studierende gibt es eine erhöhte Studienbeihilfe. Der Erhöhungsbetrag richtet sich nach der Art und dem Grad der Behinderung. Näheres ist in einer Verordnung geregelt.
  • Für Studierende, die zur Pflege und Erziehung eines Kindes gesetzlich verpflichtet sind, erhöht sich die Studienbeihilfe um 1.200,00 EUR pro Kind und Jahr.

Für Studierende, für die keine der oben genannten Voraussetzungen zutrifft, beträgt die jährliche Höchststudienbeihilfe 6.000,00 EUR.

Verminderungen: Die jeweilige Höchststudienbeihilfe verringert sich um

  • den 10.000,00 EUR übersteigenden Betrag des Jahreseinkommens des/der Studierenden (Zumutbare Eigenleistung des/der Studierenden).
  • um die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern und der/des EhegattIn oder der eingetragenen Partnerin/ des eingetragenen Partners der/des Studierenden.
  • um den Jahresbetrag der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages. Bei Studierenden über 24 Jahre (in Sonderfällen über 25 Jahre) wird dieser Betrag nicht abgezogen.

Studienbeihilfenbehörde bzw. Stipendienstelle der jeweiligen Bundesländer:

Internet: https://www.stipendium.at

Kontaktformular: https://www.stipendium.at/kontakt/

Stipendienstelle Wien:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland:
Gudrunstraße 179a/Ecke Karmarschgasse
1100 Wien
Tel.: 01/60 173-0
Fax: 01/60 173-240

Stipendienstelle Graz:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in der Steiermark sowie für die Expositur der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Oberschützen:
Metahofgasse 30, 2. Stock
8020 Graz
Tel.: 0316/81 33 88-0
Fax: 0316/81 33 88-20

Stipendienstelle Innsbruck:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in Tirol und Vorarlberg und am Studienzentrum der UMIT in Linz und Wien:
Andreas-Hofer-Strasse 46, 2. Stock
6020 Innsbruck
Tel.: 0512/57 33 70
Fax: 0512/57 33 70-16

Stipendienstelle Klagenfurt:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in Kärnten:
Nautilusweg 11
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/51 46 97
Fax: 0463/51 46 97-19

Stipendienstelle Linz:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen des Bundeslandes Oberösterreich sowie an der Außenstelle der Johannes Kepler Universität in Rottenmann:
Ferihumerstraße 15
4020 Linz
Tel.: 0732/66 40 31
Fax: 0732/66 40 31-310

Stipendienstelle Salzburg:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen im Bundesland Salzburg und an der Abteilung Musikerziehung des Mozarteums in Innsbruck:
Franz-Josef-Straße 22
5020 Salzburg
Tel.: 0662/84 24 39
Fax: 0662/84 15 39-430

Für Anträge auf Studienbeihilfe gibt es folgende Fristen für das jeweilige Studienjahr:
Wintersemester: 20.09.-15.12.
Sommersemester: 20.02.-15.05.

Bei Antragstellung außerhalb der oben genannten Fristen wird diese erst ab dem Folgemonat wirksam.

Ausnahmen:
Für Studierende an medizinisch-technische Akademien und für Hebammenakademien gibt es nur eine Antragsfrist pro Studienjahr (je nach Beginn des Ausbildungsjahres nur Winter- oder Sommersemester).

Fristen zur Vorlage des Studienerfolgs:
Studierende, die nach den ersten beiden Semestern (jeder Studienrichtung!) den nachzuweisenden Studienerfolg nicht rechtzeitig erwerben, müssen die bezogene Beihilfe zurückzahlen!

Studierende, die in den ersten beiden Semestern (im ersten Ausbildungsjahr), in den ersten beiden Semestern eines Masterstudiums oder in den ersten beiden Semestern eines Doktoratsstudiums Studienbeihilfe bezogen haben, müssen spätestens bis zum Ende der auf das zweite Semester folgenden Antragsfrist die Hälfte des jeweiligen günstigen Studienerfolges vorlegen, damit sie die erhaltene Studienbeihilfe nicht zurückzahlen müssen.

Lehrlinge/SchülerInnen/Studierende