Drucken
AMS – Fachkräftestipendium
Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien, österreichweit

Gefördert werden Ausbildungen in Berufen mit Fachkräftemangel, die frühestens am 1.1.2017 und spätestens am 31.12.2018 beginnen oder wieder aufgenommen werden und zu einer Höherqualifizierung auf Fachkräfteniveau in Mangelberufen führen.
Die förderbaren Ausbildungen sind in einer Ausbildungsliste des Arbeitsmarktservice zusammengefasst.

  • Beschäftigungslose, Personen, die wegen der geplanten Ausbildung karenziert sind, und vormals selbstständig Erwerbstätige, deren Erwerbstätigkeit für die Dauer der Ausbildung ruht
  • die in den letzten 15 Jahren mindestens vier Jahre beschäftigt waren (Lehrjahre werden berücksichtgt) und
  • deren höchste abgeschlossene Ausbildung unter dem Fachhochschulniveau liegt
  • Person muss beschäftigungslos oder für die geplante Ausbildung karenziert sein
  • in den letzten 15 Jahren mindestens vier Jahre beschäftigt gewesen sein
  • die höchste abgeschlossene Ausbildung muss unter dem Fachhochschulniveau liegen
  • die Aufnahmevoraussetzungen der jeweiligen Bildungseinrichtung für die geplante Ausbildung müssen erfüllt werden: Nachweis einer allfällig erforderlichen Aufnahmeprüfung oder Erfüllung sonstiger Aufnahmevoraussetzungen bzw. Absolvierung einer Bildungs- und Karriereberatung, sowie Glaubhaftmachung der Eignung, sofern keine Aufnahmeprüfung erforderlich
    ist
  • förderbare Ausbildungen müssen mindestens drei Monate dauern (mindestens 20 Wochenstunden über die gesamte Ausbildungsdauer) mit einer Höchstdauer von drei Jahren (wobei die Ausbildung innerhalb von vier Jahren abgeschlossen sein muss).
  • Wohnsitz muss in Österreich liegen
  • Das Fachkräftestipendium ist an ein Beratungsgespräch gebunden. Die/der FörderungswerberIn muss rechzeitig vor Beginn der Ausbildung mit der/dem zuständigen BeraterIn der regionalen AMS-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen.
  • Das Fachkräftestipendium ist an den Nachweis des positiven Ausbildungsfortschritts gebunden, welcher in regelmäßigen Abständen (alle sechs Monate) dem AMS zu bescheinigen ist. Gibt es kein Zeugnis und ist auch keine andere Bescheinigung des Ausbildungserfolgs möglich, tritt an dessen Stelle ein Teilnahmenachweis (mindestens 75 % Anwesenheit während der Ausbildung). Absolviert der Förderwerber einen Ausbildungsabschnitt negativ, wird das Stipendium eingestellt, wenn die Ausbildung samt der Wiederholung nicht innerhalb von vier Jahren abgeschlossen werden kann. Die Wiederholung eines Ausbildungsabschnitts ist während der gesamten Ausbildung jedenfalls nur einmal möglich.

Die Höhe des Fachkräftestipendiums richtet sich nach dem Ausgleichzulagenrichtsatz und beträgt 889,00 EUR (2018) monatlich.

Es erfolgt außerdem eine Versicherung in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung.

Das Fachkräftestipendium wird für die Dauer der Ausbildung (Mindestdauer von drei Monaten)  jedoch maximal für drei Jahre gewährt.

Hinweis: Auf das Fachkräftestipendium ist der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe anzurechnen, sodass der Tagsatz des Fachkräftestipendiums gegebenenfalls vermindert oder erhöht wird. Ist der Arbeitslosengeldanspruch oder die Notstandshilfe gleich hoch oder höher als der Ausgleichszulagenrichtsatz, gebührt das Arbeitslosengeld bzw. die Notstandshilfe anstelle des Ausgleichszulagenrichtsatzes. Hat die/der FörderwerberIn keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, gebührt jedenfalls obiger Ausgleichszulagenrichtsatz.

Arbeitsmarktservice Österreich (AMS)
Internet: http://www.ams.at

Regionale Geschäftsstellen des AMS sind aufgelistet unter:
Internet: http://www.ams.at/service-arbeitsuchende/arbeitsuche/geschaeftsstellen/adressen

Das Fachkräftestipendium ist an ein vorheriges Beratungsgespräch gebunden.
Die/der FörderungswerberIn muss rechzeitig vor Beginn der Ausbildung mit der/dem zuständigen BeraterIn der regionalen AMS-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen.

ArbeitnehmerInnen/Arbeitsuchende/Arbeitslose