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Inklusionsförderung / InklusionsförderungPlus des Sozialministeriumservice – Förderungen für Unternehmen mit behinderten MitarbeiterInnen
Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien, österreichweit

Im Rahmen des Inklusionspaketes für Menschen mit Behinderung können Unternehmen, die begünstigte Behinderte einstellen, beim Sozialministeriumservice ab 01.03.2019 die Inklusionsförderung sowie die InklusionsförderungPlus beantragen.

Unbefristete und befristete Beschäftigungsverhältnisse von begünstigten Behinderten.

Die Förderung ist ab dem Auslaufen der AMS-Eingliederungsbeihilfe möglich, frühestens jedoch ab dem 7. Monat nach dem Beginn des Beschäftigungsverhältnisses.

Hiweis: Nicht gefördert werden gerinfügige Beschäftigungsverhältnisse und Lehrverhältnisse. Für jede/n begünstigte/n Behinderte/n in einem Lehrverhältnis erhält die/der DienstgeberIn vom Sozialministeriumservice eine Prämie aus Mitteln des Ausgleichstaxfonds.

  • Unternehmen, die eine Person mit einer Begünstigteneigenschaft einstellen.
  • Unternehmen mit 25 oder mehr MitarbeiterInnen in Österreich erhalten die Inklusionsförderung und Unternehmen mit weniger als 25 MitarbeiterInnen die InklusionsförderungPlus.
  • Hinweis: Von dieser Förderung ausgenommen sind Einrichtungen des Bundes und der Länder, Träger öffentlichen Rechts, die selbst Träger der Rehabilitation sind (z.B. Sozialversicherungsträger, Arbeitsmarktservice, Sozialhilfeverbände, Fonds Soziales Wien), Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände, soweit sie 400 oder mehr Dienstnehmer/innen beschäftigen, sowie politische Parteien und Parlamentsklubs.
  • Das Bruttogehalt muss über der Geringfügigkeitsgrenze liegen.
  • Vorheriger Bezug einer AMS-Eingliederungsbeihilfe. Für die Gewährung der Inklusionsförderung sowie der InklusionsförderungPlus muss das Ende der AMS-Eingliederungsbeihilfe in den Zeitraum ab 01.01.2019 fallen.
  • Wurde seitens des AMS keine Eingliederungsbeihilfe gewährt, kann wie bisher eine Entgeltbeihilfe ab dem 13. Monat nach Beginn des Dienstverhältnisses zuerkannt werden, in Ausnahmefällen auch davor, frühestens aber ab dem 7. Monat nach Beginn des Dienstverhältnisses.
  • Hinweis: Eine behinderungsbedingte Leistungseinschränkung der Dienstnehmerin oder des Dienstnehmers (wie bei der Entgeltbeihilfe) ist nicht nachzuweisen.

Inklusionsförderung:

  • 30 % des Bruttogehalts, ohne Sonderzahlungen
    (z. B. bei monatlich 2.000,00 EUR brutto 600,00 EUR monatlich Inklusionsförderung).
  • Die monatliche Obergrenze beträgt 1.000,00 EUR.
  • Das Bruttogehalt muss über der Geringfügigkeitsgrenze liegen.

InklusionsförderungPlus:

  • 30 % des Bruttogehalts, ohne Sonderzahlung und 25 % Zuschlag zur Inklusionsförderung
    (z. B. bei monatlich 2.000,00 EUR brutto 750,00 EUR monatlich InklusionsförderungPlus).
  • Die monatliche Obergrenze beträgt 1.250,00 EUR
  • Das Bruttogehalt muss über der Geringfügigkeitsgrenze liegen.

Etwaige Lohnzuschüsse anderer Fördergeber (z. B. Land, AMS) sind auf die Förderung anzurechnen. Auch der zeitgleiche Bezug einer Entgelt- oder Arbeitsplatzsicherungsbeihilfe ist ausgeschlossen.

Die Inklusionsförderung sowie die InklusionsförderungPlus werden für die Dauer von 12 Monaten zuerkannt.

Eine Stückelung bzw. Unterbrechung der jeweiligen Fördervarianten ist möglich z. B. bei Saisonarbeit. In Summe darf die Förderdauer 12 Monate nicht überschreiten.

Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich halbjährlich ab der Förderungszusage.

Liegt bei der/dem DienstnehmerIn weiterhin die begünstigte Behinderteneigenschaft vor, so kann im Anschluss an die Inklusionsförderung bzw. InklusionsförderungPlus eine Entgeltbeihilfe beim Sozialministeriumservice beantragt werden. Eine zusätzliche Voraussetzung für die Gewährung einer Entgeltbeihilfe ist das Vorliegen einer behinderungsbedingten Leistungseinschränkung.

Sozialministeriumservice
jeweilige Landesstellen, abrufbar unter:
Internet: http://www.sozialmimisteriumservice.at

Der Antrag sowie auch die Nachreichung allfälliger Unterlagen sind an die zentrale Poststelle des Sozialministeriumservice in Oberösterreich zu senden, wo eine elektronische Erfassung erfolgt. Der Antrag wird automatisch an die für die/den AntragstellerIn zuständige Landesstelle des Sozialministeriumservice weitergeleitet, die auch zukünftig für telefonische oder persönliche Anfragen gerne zur Verfügung steht.

Landesstelle Oberösterreich
Gruberstraße 63
4021 Linz
Tel.: 0732/76 04-0

Antragstellung ist ab dem 01.03.2019 möglich.
Der Antrag ist innerhalb von 12 Monaten ab dem Ende der AMS-Eingliederungsbeihilfe zu stellen.

Der Antrag sollte möglichst mit Auslaufen der AMS-Eingliederungsbeihilfe gestellt werden, damit die Inklusionsförderung bzw. die InklusionsförderungPlus direkt an die AMS-Eingliederungsbeihilfe anknüpfen kann. Ist dies nicht möglich, kann die Förderung trotzdem rückwirkend ab dem Ende der AMS-Eingliederungsbeihilfe zuerkannt werden (frühestens jedoch ab dem 7. Monat des Dienstverhältnisses).

Nähere Informationen sind bei der zuständigen Landesstelle des Sozialministeriumservice erhältlich.

ArbeitgeberInnen/Unternehmen/Institutionen, Personen mit Behinderung