Drucken
Solidaritätsprämienmodell (Beihilfe AMS Ö)
Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien, österreichweit

Arbeitsverhältnisse von (Solidaritäts-)ArbeitnehmerInnen, die ihre Normalarbeitszeit bis zum Ausmaß von 50 % reduzieren und im Gegenzug eine neue Arbeitskraft im Ausmaß der Reduktion eingestellt wird.

Ein Begehren umfasst jeweils ein "Modell", d. h. eine Ersatzarbeitskraft und die entsprechende Anzahl an "SolidaritätsarbeiterInnen".
Jede Ersatzarbeitskraft stellt in eigenes Modell dar.

Hinweis: Das AMS hat für die Gewährung der Solidaritätsbeihilfe jährlich ein begrenztes Budget zur Verfügung. Ist dieses ausgeschöpft, können - auch bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen - keine weiteren Beihilfen für neue Anträge bewilligt werden.

Unternehmen, die im Ausmaß der Arbeitszeitreduktion eines/r DienstnehmerIn (maximal 50 %) eine neue Arbeitskraft einstellen und somit Arbeitsverhältnisse begründen,

  • die auf einem privatrechtlichen Vertrag beruhen und in den Geltungsbereich des Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetzes (AVRAG) fallen oder
  • die auf einem öffentlich-rechtlichen Vertrag beruhen, wenn eine dem AVRAG analoge bundes- oder landesgesetzliche Regelung über die Herabsetzung der Normalarbeitszeit geschaffen wird.

Ausgenommen von der Förderung sind das AMS, politische Parteien und radikale Vereine.

Eine Förderung kann erfolgen, wenn

  • die Herabsetzung der Normalarbeitszeit in einem Kollektivvertrag oder einer Betriebsvereinbarung (§ 13 Abs. 1 AVRAG) oder in einer gleichartigen bundes- oder landesgesetzlichen Regelung festgelegt ist.
  • die Herabsetzung der Normalarbeitszeit und das dadurch neue Bruttoarbeitsentgelt inklusive Lohnausgleich in einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der/dem ArbeitnehmerIn und der/dem ArbeitgeberIn festgesetzt wird.
  • die/der ArbeitgeberIn die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung entsprechend der Beitragsgrundlage vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit entrichtet.
  • eine Ersatzarbeitskraft, die entweder bis vor der Einstellung Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen oder aus einer überbetrieblichen Lehrausbildung in ein betriebliches Lehrverhältnis übernommen wird und die im Ausmaß der durch die Reduktion gewonnenen Arbeitszeit eingestellt und nicht nur geringfügig beschäftigt wird.
  • sich die/der ArbeitgeberIn verpflichtet, dass - auch bei einer Herabsetzung der Normalarbeitszeit für zwei Jahre oder länger - bei der Berechnung einer zustehenden Abfertigung die frühere Arbeitszeit vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit zugrunde gelegt wird.
  • die Ersatzarbeitskraft innerhalb der letzten zwei Jahre nicht beim förderwerbenden Betrieb beschäftigt gewesen ist.

Solidaritätsprämienmodell

  • Beihilfe beträgt maximal 50 % des durch die Reduktion der Arbeitszeit entfallenen Entgelts und deckt den zusätzlichen Aufwand für Dienstnehmer- und Dienstgeberbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab, der durch die Verpflichtung des Arbeitgebers entsteht, diese Beiträge entsprechend der Beitragsgrundlage vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit zu entrichten.
  • Die Beihilfe wird für die Dauer des vereinbarten Solidaritätsprämienmodells bis zu zwei Jahren gewährt. Bei Einstellung einer Ersatzarbeitskraft, die langzeitarbeitslos, älter als 45 Jahre oder behindert ist, kann die Beihilfe für drei Jahre gewährt werden.

Arbeitsmarktservice Österreich (AMS)
Internet: http://www.ams.at

Regionale Geschäftsstellen des AMS sind aufgelistet unter:
Internet: http://www.ams.at/service-unternehmen/personalsuche/geschaeftsstellen/Adressen

Die Zuständigkeit der Geschäftsstelle des AMS richtet sich nach dem Sitz der personaldisponierenden Stelle des Betriebes, in dem die zu fördernden Arbeitnehmerinnen beschäftigt sind.

Der Antrag ist vor Beginn des Arbeitsverhältnisses der Ersatzarbeitskraft einzubringen.

ArbeitgeberInnen/Unternehmen/Institutionen, ArbeitnehmerInnen/Arbeitsuchende/Arbeitslose