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Förderung der beruflichen Weiterbildung Ktn
Kärnten

Berufsbezogene Weiterbildung und die damit verbundenen Prüfungsgebühren, die

  • der Absicherung des bestehenden Arbeitsplatzes dienen und
  • eine erhebliche Qualifikationsverbesserung zur Folge haben und
  • eine nachhaltige berufliche Nutzung erwarten lassen und
  • in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der während der Maßnahme (ausgenommen Elternkarenz) ausgeübten Tätigkeit stehen.

Kursmaßnahmen, die in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der während der Maßnahme ausgeübten Tätigkeit stehen, jedoch dem Wechsel in ein anderes Berufsfeld dienen, können nur gefördert werden, wenn

  • Maßnahmen Bereich Digitalisierung/IKT absolviert werden, oder
  • der Berufswechsel dringend notwendig ist – z. B. Allergien, Berufskrankheiten - und
  • nachweislich eine Förderung durch Dritte (AMS, SMS, Krankenkassenträger) abgelehnt wurde.

Generell nicht gefördert werden:

  • Maßnahmen die überwiegend dem Eigeninteresse dienen (Hobbykurse)
  • Spezialkurse, die auf bestimmte Segmente fokussiert sind (z. B. Systemische Familientherapie, Klangmanager etc.)
  • Vorbereitungskurse für die Selbständigkeit (z. B. Unternehmerprüfung – ausgenommen im Rahmen der Vorbereitung zur Meister und Befähigungsprüfung)
  • Bildungsmaßnahmen, die Grundkenntnisse vermitteln (z. B. EDV Basiskurse)
  • Ausbildungsmaßnahmen, die Grundlagen für die Ausübung eines Berufes sind (z. B. Ausbildung zum Tätowierer, Ausbildung zum medizinischen Masseur, Ausbildung zum Immobilienfachmann)
  • Allgemeine Informationsveranstaltungen, Bildungssymposien
  • Bildungsmaßnahmen, für welche die/der AntragstellerIn bereits Förderungen der öffentlichen Hand (EU, Bund, Land, Gemeinde) erhält bzw. beantragt hat
  • Studiengänge (Universität, FH)
  • akademische Lehrgänge mit formalen akademischen Abschlüssen (z. B. MBA)
  • ArbeitnehmerInnen, freie DienstnehmerInnen und Lehrlinge die sich während der Weiterbildungsmaßnahme durchgehend oder überwiegend (> 50 % des Zeitraumes) in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bzw. Dienstverhältnis befinden.
  • WiedereinsteigerInnen, die zum Zeitpunkt des Beginns der Maßnahme kein oder nur ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis/Dienstverhältnis haben.
  • Die Weiterbildungsmaßnahme muss von einem vom Land Kärnten anerkannten Bildungsträger durchgeführt werden.
  • Es können nur Kurse mit Kurskosten über 100,00 EUR und/oder Prüfungsgebühren über 100,00 EUR gefördert werden.
  • Es können nur Kurse und Maßnahmen ab einem Mindestumfang von 20 Unterrichtseinheiten zu je mindestens 45 Minuten gefördert werden. Bei einer modularen Kursmaßnahme sind die gewählten Moduleinheiten kumuliert zu sehen.
  • An der Kursmaßnahme muss mit mindestens 75 % der Kursstunden tatsächlich teilgenommen werden.
  • Kursmaßnahmen mit formellen Abschlussprüfungen müssen zusätzlich mit dem positiven Prüfungsabschluss dokumentiert werden.
  • Der Förderquotient beträgt 25 % jener Kurskosten inklusive etwaiger kursrelevanter Prüfungsgebühren, die die/der AntragstellerIn nachweislich selbst geleistet hat. Förderungen im Rahmen des AK-Bildungsgutscheines können zusätzlich in Anspruch genommen werden, wenn die Gesamtförderung maximalden tatsächlichen Kurskosten/Prüfungsgebühren
    entspricht.
  • Bei Maßnahmen, die zumindest einen der folgenden Förderungsschwerpunkte erfüllen und zumindest 100 Unterrichtseinheiten zu je mindestens 45 Minuten aufweisen, beträgt der Förderquotient 50 %:
    • Digitalisierung, Industrie 4.0
    • Informatik, IKT, Mikroelektronik
    • Fertigungstechnik, Elektrotechnik, Reinraumtechnik
    • Automatisierungstechnik, Mechatronik, Mechanik
    • Hoch-/Tiefbau, Bautechnik
    • Schweißtechnik, Maschinenbau, Konstruktion, CAD
    • Werkmeisterschulen, Vorbereitungskurse Berufsreifeprüfung
    • Vorbereitungskurse zu Meisterprüfungen und Befähigungsprüfungen
  • Bei Lehrlingen und WiedereinsteigerInnen beträgt der Förderquotient generell 75 %. Die maximale Förderhöhe je Antragsberechtigter/Antragsberechtigtem beträgt innerhalb eines Förderzeitraumes von fünf Jahren 2.500,00 EUR. Der Zeitraum startet mit Ende der ersten hierbei geförderten Maßnahme.

Anträge zur Förderung können frühestens zu Beginn der Maßnahme, während der Laufzeit oder bis längstens vier Monate nach Ende der Maßnahme gestellt werden.

Der Maßnahmenschwerpunkt Förderung der beruflichen Weiterbildung gilt vom 01.01.2019 bis 31.12.2019.

ArbeitnehmerInnen/Arbeitsuchende/Arbeitslose, Lehrlinge/SchülerInnen/Studierende